Sie steigen in einen der schnellsten und legendärsten Supersportwagen ein, die je gebaut wurden, den Porsche 959. Sie schauen auf den Schaltknüppel und sehen etwas Seltsames. Wo normalerweise die „1“ sitzt, ist ein „G“. Ein Fehler? Nein. Es ist ein genialer deutscher Trick, um die Regeln zu umgehen.
Der „Gelände“-Trick
Im Jahr 1986 war der Porsche 959 ein Raumschiff auf Rädern. Aber diese Technologie hatte ihren Preis: Lärm. Laut Car and Driver hat Porsche sich einen Trick ausgedacht, um die strengen Geräuschnormen zu umgehen. Sie bauten ein Sechsganggetriebe ein, nannten den ersten Gang aber „G“ (von Gelände).
Porsche hat sich einen Trick ausgedacht. Sie bauten ein Sechsganggetriebe ein, nannten den ersten Gang aber „G“ (von Gelände). Offiziell war dies ein Kriechgang für den Einsatz im Gelände oder unter schwierigen Bedingungen. Damit war der „echte“ erste Gang auf dem Papier der zweite Gang.
Das Ergebnis? Bei der vorgeschriebenen Geräuschprüfung (bei der Sie in einem bestimmten Gang bestehen müssen) durfte Porsche nun in den offiziell zweiten (aber eigentlich dritten) Gang hochschalten, wodurch die Drehzahl niedriger blieb und das Auto die Geräuschnormen einhielt. Eine Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst, um die Beamten zu überlisten.

Die Blaupause für die Zukunft
Der „G-Bucket“ ist nur eine der vielen Innovationen, die den 959 einzigartig machten. Das Auto steckte voller Technologie, die wir erst jetzt als normal betrachten: Reifendrucksensoren, Magnesiumfelgen, eine Karosserie aus Kevlar und Aluminium und ein hydraulisches Federungssystem, das den Wagen bei hoher Geschwindigkeit automatisch absenkte.
Ursprünglich als Rallye-Monster der Gruppe B gedacht, wurde er zum Stammvater aller modernen 911 Turbos. Wo Ferrari sich für rohe Einfachheit entschied (der F40 war eigentlich ein Gokart mit V8), entschied sich Porsche für computerisierte Perfektion. Die Tatsache, dass Bill Gates und Jerry Seinfeld einen kauften, sagt alles: Dies war das Auto für die Tech-Elite.

Immer noch unbezahlbar
Heute ist der 959 einer der begehrtesten Porsches der Welt. Es wurden weniger als 300 Exemplare gebaut und die Preise bewegen sich in Richtung 2 Millionen Euro. Sollten Sie jemals auf einen stoßen und einsteigen: Vergessen Sie nicht, ihn für einen Moment in seinen „G“ zu stellen. Nicht, weil Sie im Gelände unterwegs sind, sondern nur, um zu spüren, wie Porsche die Regeln gebogen hat, um das schnellste Auto der Welt zu bauen.
Bildquelle: PRO SHOTS / psnewz, Adobe Stock, Gemini AI
