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Amerikanische Autoliebhaber kaufen gefälschte Toyota aus China und müssen mit erheblichen Konstruktionsmängeln rechnen

Geschrieben von Christian Timmerman am 17 Februar 2026

Toyota AE86 Nachbau China

Der Toyota AE86 ist eine Legende in der Drift-Welt, aber ein guter AE86 ist unerschwinglich geworden. Die Lösung? Bestellen Sie eine chinesische Kopie. Die Jungs vom beliebten YouTube-Kanal Big Time haben das Wagnis auf sich genommen und den allerersten nachgemachten Hachi-Roku gebaut. Das Fazit: Er passt kein bisschen, aber er fährt.

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Wer auf der Suche nach einem Toyota AE86 ist, hat ungefähr zwei Möglichkeiten: ein komplettes Wrack für fünftausend Dollar kaufen oder ein kleines Vermögen für ein gepflegtes Exemplar hinlegen. Die Preise schießen in Richtung 60.000 Dollar, getrieben von reiner Nostalgie und dem Kultstatus des japanischen Driftautos, unter anderem dank des Anime Initial D. Aber es gibt jetzt eine dritte Möglichkeit. In China ist eine Fabrik entstanden, die die komplette Karosserie des AE86 kopiert hat und sie für rund 10.000 $ zum Verkauf anbietet.

Es klingt wie ein Scherz, aber die Amerikaner von Big Time haben tatsächlich die erste gefertigte Rohkarosse in ihrer Werkstatt. Um zu testen, ob dieses chinesische Blech des Namens Toyota würdig ist, kauften sie außerdem einen originalen (aber verrotteten) AE86 Spenderwagen für 4.000 $. Der Plan war einfach: den Spenderwagen verschrotten und die gesamte Technik, vom Motor bis zur Aufhängung, auf die neue Karosserie übertragen.

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Die Passform ist ein Alptraum

Es wurde schnell klar, dass der Begriff Kopie in China sehr weit ausgelegt wird. Die Karosserie steckte voller Überraschungen, die einen normalen Mechaniker zur Verzweiflung treiben würden. Die Schweißnähte sahen aus, als wären sie hastig und unsachgemäß ausgeführt worden, Karosserieteile waren schief und wichtige Löcher für die Aufhängung befanden sich an der falschen Stelle oder fehlten ganz. Bei der Vermessung wurde sogar festgestellt, dass eine A-Säule drei Zentimeter tiefer lag als die andere.

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Auch die Motorhaube bereitete einige Kopfschmerzen. Da die neue Karosserie keine Sperrklinke hatte und die Befestigungspunkte nicht mit den Spenderteilen übereinstimmten, mussten die Amerikaner improvisieren. Sie mussten bohren, schleifen und biegen, um die Teile vom echten Toyota auf die Nachbildung zu bekommen.

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Am bizarrsten war die Entdeckung, dass einige Teile der chinesischen Karosserie wahrscheinlich von einem echten, verschrotteten AE86 stammten. Die hinteren Träger wiesen Spuren von aufgebohrten Schweißpunkten und Aufklebern auf, die auf ein früheres Leben hinwiesen. Es scheint, als hätte das Werk ein Frankenstein-Monster aus neuen Blechen und recycelten Teilen geschaffen.

Fahren mit zusammengepresstem Gesäß

Dennoch gelang das Unmögliche. Nach Tagen der Frustration, des Fluchens und der kreativen Metallarbeit stand ein fahrendes Auto. Die ersten Meter waren aufregend, aber überraschenderweise fühlte sich das Auto solide an. Der Motor lief, das Getriebe schaltete und das Auto lenkte sich fester als das ursprüngliche Wrack. Sie nahmen das Klappern der Heckklappe und die krummen Nähte für bare Münze.

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Mit einem Preis von 10.000 Dollar (plus Importgebühren) ist es kein Schnäppchen und die Qualität ist, gelinde gesagt, fragwürdig. Sie kaufen im Grunde einen Bausatz, für den Sie das Handbuch schreiben und die Werkzeuge selbst erfinden müssen.

Aber für diejenigen, die handwerklich begabt sind und keine 60 Riesen ausgeben wollen, ist es eine faszinierende Alternative. Es beweist, dass man mit genügend Ausdauer sogar ein chinesisches Puzzle in ein funktionierendes Auto verwandeln kann. Vorausgesetzt, Sie schauen nicht zu lange auf die Schweißnähte und haben keine Angst vor einem kleinen Klappern.

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Bildquelle: Gemini AI

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